Tipps und Tricks um Dein Motorrad winterfest zu machen

Tipps und Tricks um Dein Motorrad winterfest zu machen

28th October 2018 Off By DerCouchNerd

Die meisten Motorräder sind Saisonfahrzeuge und werden in den kalten Wintermonaten eingelagert. Dabei sollten etwaige Reparaturen schon vorher erledigt worden sein, damit einem spontanen Start in die neue Saison nichts im Wege steht. Was man ansonsten noch alles beachten sollte, damit im Frühjahr keine böse Überraschung in der Garage auf einen lauert, erklären wir hier.

 

Vor der langen Winterpause muss Reifendruck erhöhen um Standplatten zu vermeiden

Als erste Maßnahme vor dem Einwintern müssen wir noch kurz zur Luftdrucksäule fahren und den Reifendruck erhöhen. 0,5 bar über Herstellerangabe sind in Ordnung.

Ölwechsel sollte vor dem Winter erfolgen.

Die Motorwärme von der letzten Fahrt nutzen wir, um einen Ölwechsel durchzuführen. Das alte Öl sollte unbedingt vor dem Winter entfernt werden, da es aggressive Substanzen enthält, manchmal sogar Teile von Benzin oder gar Wasser die Motorteile angreifen können. Das frische Öl kann dagegen bedenkenlos mehrere Monate im Motor ruhen, ohne Probleme zu verursachen. Natürlich wird dabei der Ölfilter erneuert.

Putzen und konservieren

Nach dem Ölwechsel wird das Bike gründlich gereinigt. Hier achten wir besonders auf die entlegenen Stellen. Dreck zieht Feuchtigkeit an – deshalb sollte er vor allem vor einer längeren Standzeit gründlich entfernt werden. Nach dem Reinigen, sobald es trocken ist, sollte das Bike mit Konservierungssprays versorgt werden. Diese schützen zusätzlich vor Feuchtigkeit und Flugrost. Außerdem sind sie gut für die Gummi- und Kunststoffteile.

Vergaser entleeren

Sollten wir noch eine Maschine mit Vergaser besitzen, müssen wir diesen entleeren, da verdunstetes Benzin harzige Rückstände hinterlässt, die Probleme verursachen können. Wir lassen dazu den Motor bei geschlossenen Benzinhahn so lange laufen, bis der Vergsaer leer ist. Alternativ kann man das Restbenzin per Ablassschraube auslassen.

Schützen des Kraftstoff-Systems

Motorräder mit Einspritzanlagen schützt man am besten mit einem Additiv, welches dem Benzin beigegeben wird. Das wird sogar bei vielen Herstellern per Betriebsanleitung empfohlen. Auch bei Vergasermodellen wirkt sich solch ein Additiv postiv auf Düsen, Schwimmer und Durchlässe aus. Es bindet außerdem das Kondenswasser im Tank und schützt somit vor Rost.

Batterie ausbauen, auffüllen und an ein Ladegerät anschließen

Damit die Batterie den Winter übersteht, sollte sie ausgebaut, der Säurestand kontrolliert und ggfs. aufgefüllt werden. Im Anschluss sollte die Batterie an ein Batterie Ladegerät angeschlossen werden.

Reifen entlasten

Jetzt kann das Motorrad an seiner Standposition aufgebockt werden. Dies geschieht entweder per Hauptständer, besser sogar mit Hilfe von Montageböcken. Das Aufbocken entlastet die Reifen und Dämpfer des Fahrzeuges.

Motorrad abdecken

Wenn das Motorrad draußen überwintern muss ist eine Abdeckung Pflicht. In der Garage natürlich nur optional gegen Staub und Tiere. Gute Abdeckhauben besitzen einen Korrosionsschutz der Feuchtigkeit in einem Emitter oder Luftentfeuchter sammelt. Man kann einen Luftentfeuchter jedoch auch im Baumarkt erwerben und an den Lenker hängen.

Wenn all diese Schritte gewissenhaft befolgt werden, steht einem guten Start in die neue Saison nichts im Wege und Sprüche wie “Kannst Du mal anschieben!?” bleiben Euch erspart.

Der CouchNerd wünscht allzeit gute Fahrt!